Krebsvorsorge

Das gesetzliche Krebsvorsorgeprogramm dient der Früherkennung sämtlicher Karzinome des weiblichen Genitaltraktes sowie der weiblichen Brust. Durch die hierbei durchgeführten Untersuchungen sollen fortgeschrittene Tumorerkrankungen verhindert bzw. reduziert werden.

Es ist für alle versicherungsberechtigten Frauen ab dem 18. Lebensjahr kostenlos.

Zum Krebsvorsorgeprogramm gehören die Erhebung der individuellen Krankheitsgeschichte (Anamnese), die körperliche Untersuchung und die Entnahme eines zytologischen Abstriches vom Muttermund. Zusätzlich ab dem 30. Lebensjahr die Begutachtung und Tastuntersuchung der Brust und ab dem 45. Lebensjahr die Tastuntersuchung des Enddarmes, sowie die Durchführung eines Stuhltestes zum Ausschluß von verstecktem Blut im Stuhl (Haemoccult). Ab dem 55. Lebensjahr wird eine Darmspiegelung angeboten, die bei unauffälligem Ergebnis nach 10 Jahren wiederholt wird.

Zusätzlich zu den von der Krankenkasse bezahlten kann man optionale ergänzende Untersuchungen durchführen (IGeL).

  • Ultraschalluntersuchungen: erhöhen die Sicherheit zum Auffinden einer Auffälligkeit
  • vaginal an Gebärmutterkörper, Eierstöcken und an der Harnblase
    Brustdrüse abwechselnd zum Mammographiescreening
  • Flüssigkeitszytologie
  • HPV-Diagnostik